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Mondspaziergang
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Zunächst eine kurze Beschreibung des
Sternhimmels, den wir am 28. März abends sehen. Die Karte zeigt den
Anblick in Richtung Süden gegen 19:00 Uhr in der Abenddämmerung. Tief im Westen ist noch der
Abendstern, unser Nachbar- und Schwesterplanet Venus zu sehen. Hoch im Südosten beherrscht der Mond den Himmel. Sonst ist noch kein Stern zu sehen, bis auf den hellen Planeten Jupiter rechts vom Mond vielleicht.
Als erstes schauen wir
uns daher den
Abendstern mit dem Fernrohr an. Aktuell ist die Venus 236 Millionen
Kilometer entfernt, sie steht also jenseits der Sonne und erscheint im
Fernrohr nur als winziges, fast rundes, weißes Scheibchen ohne Details:
Die Oberfläche der Venus ist ständig von einer dichten Wolkenhülle
verdeckt.
Steht die Venus fast zwischen der Erde und der Sonne, ist sie nur etwa
40 Millionen km entfernt und erscheint als sechs mal größere schmale
Sichel.
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Als nächstes geht es zu "unserem"
Mond. Es ist kurz nach Halbmond, also sieht man etwas links der
Mondmitte die
Schattengrenze, den Terminator, wo gerade die Sonne aufgeht. Auf der
der Sonne zugewandten Mondseite (rechts)
steht die Sonne sehr hoch - die Berge werfen also keine Schatten. Man
sieht vor allem Unterschiede zwischen hellem und dunklerem Gestein.
Anders ist es näher am Terminator:
Dort können die Berge schon teils lange Schatten werfen, da die Sonne
noch tief steht. Besonders auffällig ist der Rand der 220 km
durchmessenden Regenbogenbucht, der bereits von der Sonne beschienen
ist, während der flache Kraterboden noch im Dunklen liegt. Dieses
Phänomen nennt man auch scherzhaft den "Goldenen Henkel".

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Das ebenstehende Bild zeigt den Mond etwa so, wie
er am 28. März abends zu sehen ist. Norden ist oben, man
sieht ihn also so mit bloßem Auge und im Fernglas. |
Dunkle Gebiete nennt man "Mare",
weil man sie früher tatsächlich für Meere hielt. Es sind aber in
Wirklichkeit Einschläge von Riesenmeteoriten aus der Frühzeit des
Sonnensystems, die später durch aufsteigende Lava
aus dem Mondinneren wieder aufgefüllt wurden. Daher sind dort weniger Krater zu finden.
Besonders auffällig nördlich der Mitte das Mare Serenitatis ("Meer der Heiterkeit", 675 km) und darunter das Mare Tranquillitatis
("Meer der Ruhe", 875 km). Rechts neben diesem das kleine, aber auffällige Mare Crisium ("Meer der Gefahren", 555 km Durchmesser). Unter dem Mare Tranquillitatis das Mare Fecunditatis ("Meer der Fruchtbarkeit", 840 km). Südlich des Äquators liegt dann noch das Mare Nectaris ("Nektarmeer"), das nur in seinem innersten Teil mit Lava gefüllt ist. Die Regenbogenbucht liegt links oben am Rand des Mare Imbrium ("Regenmeer", 1150 mkm).Bereits
mit dem Feldstecher lassen sich viele weitere
Einzelheiten erkennen, wie Gebirgsketten und Meteoritenkrater. Besonders
schön lassen sich die Krater in Terminatornähe erkennen.
Das Mondfoto von oben mit Beschriftung finden Sie hier und eine schöne Mondkarte auf der Homepage des Radebeuler Sternfreunds Karl-Heinz Bücke. Eine sehr große Karte stellt wikipedia hier zur Verfügung.
Nach einem ersten Blick auf den Mond mit schwacher Vergrößerung (40- oder 64-fach), bei dem
der Mond ganz zu sehen ist, nehmen wir einige spezielle Ausschnitte mit höherer Vergrößerung ins
Visier:

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Zunächst
schauen wir uns den Krater Plato am Rand des Mare Imbrium an. Er ist
wie dieses mit Lava voll gelaufen und trotz etwa 100 km Durchmesser nur
etwa 1000 m tief.
Die im Mare Imbrium sichtbaren Bergrücken entsprechen von Höhe und Ausdehnung etwa der Rhön oder dem Thüringer Wald.
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Südlich
des Mare Imbrium finden wir den auffälligen Krater Kopernikus (90 km).
Er besitzt terrassierte Hänge und Zentralberge in seinem Inneren.
Um ihn herum kann man "Sekundärkrater" erkennen, die von Material
erzeugt wurden, das beim Einschlag des Meteoriten ausgeworfen wurde, der
den Krater Kopernikus erzeugt hat.
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| Wir verlassen jetzt den Mond und
wenden uns dem Riesenplaneten Jupiter zu: |
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